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HOLY COW


Tapdiq hat einen großen Traum. Er will eine europäische Milchkuh in sein pittoreskes Dorf in den Bergen von Aserbaidschan bringen und so die Lebensbedingungen seiner Familie verbessern. Er beschließt die Kuh Madonna zu nennen. Aber seine Leidenschaft bringt die traditionelle Dorfgemeinschaft durcheinander. Die Alten sehen eine Bedrohung in der ausländischen Kuh – die Milch müsse verseucht sein und sie bringe nur Krankheiten ins Dorf. Sogar seine Frau Vafa möchte sich eigentlich nicht um so eine seltsame Rasse kümmern. Tapdiq ist bereit alles aufs Spiel zu setzen. Er versucht sich gegen die konservative Haltung im Dorf durchzusetzen und seine Kuh zu kaufen.
HOLY COW hinterfragt Vorurteile gegen das Fremde und wie bereit wir sind, Neuankömmlinge willkommen zu heißen.
HOLY COW ist der erste internationale Dokumentarfilm aus Aserbaidschan. Er feierte Weltpremiere bei IDFA, dem größten Dokumentarfilmfestival der Welt, und avancierte dort mit ausverkauften Vorstellungen zum Publikumsliebling. Während des gesamten Prozesses zur Herstellung dieses Films ist die Kuh Madonna eine Metapher geworden. Eine Metapher für gestern und morgen, für die Vergangenheit und die Zukunft und für das Aufeinandertreffen von Ost und West.

CAST
Khanali Huseynli
Vafa Huseynli
Jalil Huseynli
Atamali Huseynli
Emin Huseynli and Madona
Alyonka
CREW
Regie: Imam Hasanov
Kamera: Sarvar Javadov
Schnitt: Philipp Gromov
Ton: Jalil Mamadov
Produzenten: Andra Popescu, Veronika Janatková, Stefan Kloos
Zusätzliche Kamera: Shahmar Safaroglu, Tariverdi Tariverdiyev
Musik: Le Trio Joubran, Fikret Nasirov
Color grading: Jan Ali Moravec
Produktion Azerbaijzan: Alakbar Aliyev, Matanat Babayeva
Produktion Deutschland: Loraine Blumenthal, Ali Aliyev, Raji Baxishov, Anja Dziersk, Corine Gasser, Michaela Pňačeková
Zusätzlicher Ton: Alakbar Alayev, Elvin Sehetbeyli, Shahriyar Akbarov, Farkhad Hagverdiyev, Nihad Gulamzade, Elmin Badalov
Sound mixing: Martin Blauber
Sound design: Thomas Wallmann, Niklas Kammertöns
Supervising editors: Francois Scullier, Per K. Kirkegaard
Zusätzlicher Schnitt: Sarkhan Valiyev
Schnittasisstent: Ibrahim Kerim, Robin Lach
Postproduktion: Michaela Syrová, Michaela Struhařová
Production Crew Azerbaijzan: Alakbar Aliyev, Matanat Babayeva
Production Crew Deutschland: Loraine Blumenthal, Ali Aliyev, Raji
Produktion: Free Art, Kloos & Co. Medien GmbH Berlin
Co-Produktion: ZDF in Zusammenarbeit mit ARTE
Unterstützt von Doha Film Institute, Medienboard Berlin-Brandenburg, Sundance Institute Documentary Film Program
Auftraggebende Redakteure ZDF /ARTE: Ann-Christin Hornberger

”Ein aserbaidschanischer Bauer beschließt, eine europäische Milchkuh zu kaufen, seinen Nachbarn ist das nicht geheuer. Sie sei ein fremdes Tier, gehöre nicht hierher – doch dann kalbt sie. Der Dokumentarfilmer Imam Hasanov erzählt auf eine ungewöhnliche Art vom Überwinden von Grenzen. Ein angenehm ruhiger Film, wie die Geschichte im Stall zu Bethlehem, nur mit vertauschten Rollen: Die Rindviecher sind die Menschen, die Kuh die Erlöserin von Vorurteilen.“ Süddeutsche Zeitung
“die Dokumentation von Imam Hasanov ist ein Wohlfühlfilm (…) mit charmanten Beobachtungen und trockenem Humor,” tip Berlin


“Der Dokumentarfilm wirkt nicht nur atmosphärisch dicht und unterhaltsam, er verbreitet auch Optimismus.” Kino-zeit.de


“Eine schwarz-weiße europäische Kuh: bringt sie den Segen der Moderne in ein kleines Bergdorf in Aserbaidschan? Oder verdirbt sie die schöne alte Tradition? Die Komödie ‘Holy Cow’ zeigt den Konflikt. Der aserbaidschanische Regisseur Imam Hasanov spielt in seiner allegorischen Doku-Komödie mit der doppelten Bedeutung von ‘heilige Kuh.” Kölnische Rundschau


“Ohne die majestätischen Landschaften bewusst ins Bild zu rücken, ohne das karge, harsche Dorfleben in seiner traditionellen Einfachheit zu verklären, beobachtet Hasanov in bester dokumentarischer Manier einfach nur das Leben. Keine Musik, keine Interviews, keine über das was man sieht hinausgehenden Erklärungen brechen den Fluss der Beobachtung, an deren Ende zwar keine weltbewegenden Erkenntnisse stehen, aber dafür ein spannender Einblick in eine abgelegene Region Europas, die sich dem Kontinent noch nicht ganz zugehörig fühlt.” Programmkino.de


“Komödie mit schönen Beobachtungen, dokumentarischen Miniaturen und eindrucksvollen Landschaftsbildern” Filmdienst


“Charmanter Kommentar zur Migrationsdebatte. (…) Eindeutig ein Talent auf dem Vormarsch!” Filmuforia


“Diese märchenhafte, verzaubernde Erzählung ist nicht nur eine Hommage an die Sturheit, sondern auch ein Feelgood-Film über das Erfüllen von Träumen. Sie zeigt, wie sich Menschen verändern, wenn die Globaslisierung sie direkt in ihrer Existenz trifft – selbst im kleinsten Dorf im Kaukasus.” Sweet Movies


„Der Filmemacher Imam Hasanov dokumentiert in Holy Cow den Kampf eines einzelnen gegen die Stereotypen gegenüber Neuankömmlingen – auch wenn sie Kühe sind.“ moviepilot.de


“In festen Einstellungen entwickelt der dokumentarische Spielfilm eine inhärente Spannung mit leisem Humor. Es ist gerade diese Einfachheit und die rührende Beziehung zwischen Tapdiq und der reizenden Kuh Madonna, die HOLY COW zu einer universellen Metapher für den globalen Fortschritt in einer multikulturellen Gesellschaft macht, von dem alle profitieren können.” Indiekino


“Wie kann eine Gemeinschaft, die so starr auf ihren Traditionen beharrt und allem Fremden mit irrationalen Ängsten begegnet, verändert werden?” “Gelassen und aufmerksam erzählt Imam Hasanovs Dokumentarfilm von einem aserbaidschanischen Dorfbewohner, der eine Kuh kaufen will – und auf erstaunliche Vorbehalte stößt” epd film

INFO

Dokumentarfilm, Deutschland/Aserbaidschan 2015 (77 min.) 
Regie: Imam Hasanov
Produktion: Free Art, Kloos & Co. Medien GmbH Berlin
Koproduktion: ZDF in Zusammenarbeit mit ARTE
Verleih: Rise and Shine Cinema
Weltvertrieb: Rise and Shine World Sales
Ausgewählte Festivals 2016: IDFA – International Documentary Filmfestival Amsterdam, Hot Docs, South East European Film Festival Los Angeles
www.holycow-film.de